Später Ausgleich beschert SVH-Reserve einen Punkt

Abendspiel beim SV Bergedorf-West endet 1:1-Unentschieden

Nach Verletzungspause konnte Björn Gaida gegen BeWe wieder ran. (Archivfoto: Piel)

von Jan-Martin Bauer

Bergedorf. Vor knapp 50 Zuschauern und einer Menge mitgereister Hamwarder Fans begrüßte Bergedorf-West die zweite Mannschaft des SV Hamwarde. Schon beim Warmmachen wurde dem Team von Heiko Willers klar, dass der Grandplatz von Bergedorf eher einem Acker glich und daher sehr schwer zu bespielen war. So entwickelte sich in der 1. Halbzeit kein wirklicher Spielfluss und es war eher ein Gebolze und Gehacke beider Teams. Die einzigen Auffälligkeiten waren daher eine Vielzahl gelber Karten. Mitte der 1. Hälfte kam dann nach einer Flanke aus dem Halbfeld M. Willenbockel zum Kopfball, aber bei schlechter Lage zum Ball haute er den Ball nur rüber. Auch ein Kopfball von A. Kobs nach einem Eckball flog am Gehäuse vorbei. Das Spiel verflachte immer mehr, bis dann Bergedorf-West, wie aus dem Nichts, vor dem Hamwarder Tor stand, nachdem man einen Stürmer nachlässig durchlaufen lies. So war es geschehen: 1:0 Bergedorf in der 40. Minute.

Auswechslung auf der Trainerbank

Danach passierte nicht mehr viel und der Schiri pfiff zur Halbzeit ab. Dann kurios: Hamwarde-Coach Willers musste zur Nachtschicht und der angeschlagene T. Schliebs übernahm kurzerhand das Ruder an der Linie. In der zweiten Hälfte zeigte sich die Hamwarder Mannschaft wesentlich engagierter und erarbeitete sich zwar viele Bälle, jedoch gab es keine nennenswerten Torchancen. SVH-Keeper Schroller entschärfte jedoch 1,2 gute Möglichkeiten der Hausherren. Langsam wurde es für den SVH auch ein Spiel gegen die Zeit.

Mitte der 2. Hälfte wechselte dann Schliebs den gelb-rot gefährdeten P. Sander gegen B. Gaida aus, der für mehr Belebung im Mittelfeld sorgen sollte. Nach dem ersten Wechsel fand auch langsam ein Umschwung in der Mannschaft statt, die nun immer weiter drückte. In der 80. Minute war es dann endlich soweit: Ecke Hamwarde, die zunächst nichts einbrachte. Der Ball kam jedoch zu 1.-Herren-Leihgabe B. Richard, der den Ball von der Mittellinie wieder Richtung Sechzehner schlug. Dort verlängerte dann M. Tiedemann mit dem Kopf zu A. Kobs, der in “Gerd Müller-Manier” aus der Drehung den Ball im Winkel versenkte. “Irgendwann musste ja mal einer reingehen”, sagte Kobs.

Irgendwann musste ja mal einer reingehen – Alexander Kobs

Danach wollten es die Gastgeber aber wieder wissen und nach einem Freistoß aus dem Halbfeld schoss der Bergedorfer Stürmer ans Lattenkreuz. Die Hamwarder Gäste zeigen sich jedoch unbeeidruck davon und drückten weiter nach vorne, nach einer Ecke hatte A. Kobs noch den Siegtreffer auf den Kopf (90.+2), aber der starke Gästekeeper sicherte Bergedorf-West im Endeffekt den verdienten Punkt, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein können.

Aufstellung SVH II: Schroller – Akgül (ab 75. Bauer), Tiedemann, Neidhardt, F. Pinnow – Willenbockel (ab 69. Kara) , Franz, Piel, Sander (ab 63.Gaida), Kobs – Raabe
Tore: 1:0 (40.), 1:1 A. Kobs (Vorlage M.Tiedemann, 80.)
Zuschauer: ca. 50

 

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SV Hamwarde weiter auf Erfolgskurs

Voigt-Elf gewinnt beim FC Lauenburg mit 6:2

Vier Spiele – vier Siege. Das ist die bislang überzeugende Bilanz der “Ersten”. Die Weste bleibt weiß. Auch der Erfolg gegen den FC Lauenburg war nie gefährdet.

Torben Dethof im Luftzweikampf gegen den FC Lauenburg. Foto: Piel

Mit Jannik Wöhl und Timo Schwenke stehen gleich zwei Hamwarder in der Kreisliga-Elf der Woche der Bergedorfer Zeitung. Zwei Neuzugänge, die bislang vollkommen überzeugen konnten und der Voigt-Elf mehr Qualität geben. Gegen den FC Lauenburg, der in der Vorwoche schon in Willinghusen mit 9:2 unter die Räder kam, lief für den SVH eine Mannschaft auf, die im Durchschnitt 23,1 Jahre alt war. Jung und hungrig nach Erfolg – so könnte man den SVH in dieser Saison beschreiben. Am Sonntag (15 Uhr) kommt der TSV Reinbek an den Mühlenberg.

Aufstellung SV Hamwarde: Bohnhoff – H. Dähn, R. Pinnow (ab 50. G. Dähn), C. Pinnow, Blöh (ab 56. Korndörfer) – Hamester (ab 45. M. Hermann), Dethof, Wöhl, Hoops, Schwenke – Kappmeyer

Tore: 0:1, 1:4 Wöhl (2.,44.), 0:2 Hamester (5.), 0:3, 2:6 Schwenke (36., Elfmeter, 76.), 1:3 (39., Elfmeter), 1:5 Kappmeyer (60.), 2:5 Eigentor M. Hermann (70.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Göktürk (39.)

 

 

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Lebensretter auf dem Hamwarder Sportplatz

Wieder ein Neuzugang für den Fußball-Kreisligisten SV Hamwarde. Zwar wird er keine Tore schießen, doch im Notfall kann er Leben retten. Seit Beginn dieser Saison gibt’s auf dem Sportplatz einen Defibrillator – Dank der großen Unterstützung zahlreicher Sponsoren.

Tommy Grümmer (2. v.l.) übergibt den Defibrillator an den 1. Vorsitzenden Peter Soodtmann (mitte). Michael Romich (von Kampen Elektrotechnik), Stefan Schreibern (Steuerbüro Schreibern) und Hans-Wilhelm Brenner (M&N Dienstleistungen & Gebäudereinigung) (v.l.n.r.) haben das Gerät mitfinanziert. Foto: Christian Piel

Mit einem Lächeln nimmt Peter Soodtmann den viereckigen Kasten im Empfang. Der 1. Vorsitzende des Fußball-Kreisligisten SV Hamwarde begutachtet das eher unscheinbare, rote Ding und sagt: “Dieses Gerät kann Leben retten, doch ich hoffe wir werden es gar nicht erst benutzen müssen.” Aber im Härtefall ist er nun griffbereit: Der neue Defibrillator auf dem Hamwarder Sportplatz. Zusammen mit einem großen Informationsschaukasten für Vereinsinformationen wurde er von zahlreichen Sponsoren finanziert. Initiator ist Tommy Grümmer (Grümmer Sozialsponsoring), der selbst beim SV Hamwarde II in der Kreisklasse gegen den Ball tritt.

Dieses Gerät kann Leben retten, doch ich hoffe wir werden es gar nicht erst benutzen müssen.”

Das 5.500 Euro-Gesamtpaket wurde durch folgende Sponsoren finanziert: Franck Dienstleistungsservice, Pflegeteam Körner & Puttfarcken, Apotheke Im Plaza, Ralf Brinkmann Autowerkstatt, Stapelfeldt Bauunternehmung, M&N Dienstleistungen und Gebäudereinigung, Bauwelt Delmes-Heitmann, Schreibern Steuerberater, Niko Automobile, Haus-und Grundstückspflege Schuldt, Hermann von Kampen GmbH Elektrotechnik und Post Bau GmbH. “Wir freuen uns sehr und danken den vielen Unterstützern. Ich finde ein Defibrillator gehört auf jeden Sportplatz. Doch aus Eigenmitteln hätten wir das kaum stemmen können”, freut sich Soodtmann. Immer wieder gibt es Meldungen, dass Fußballer nach Herzversagen ohne Vorahnung auf dem Spielfeld zusammenbrechen. Der bekannteste Fall ist wohl der von Kameruns Nationalspieler Marc-Vivien Foé, der 2003 im Halbfinale des Confederations Cup in Lyon nach Herzversagen zusammensackte und wenig später starb. Auch in Hamwarde gab es bereits einen ähnlichen Fall: Vor etlichen Jahren musste ein Spieler beim Training der Senioren reanimiert werden – damals noch per Herzmassage. “Falls so etwas wieder vorkommt, haben wir jetzt professionelle, technische Möglichkeiten”, freut sich Soodtmann.

 

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„Dreckssieg“ für die Zweite – Jetzt auf Platz sechs

Hat schon drei Treffer auf seinem Konto: Andreas Raabe Foto: Piel

Die Willers-Elf gewinnt nach Rückstand noch 2:1 gegen die TSG Bergedorf

Hamwarde. Die Spieler der TSG Bergedorf konnten sich gar nicht mehr einkriegen. Auf der digitalen Anzeigetafel des SV Hamwarde lief bereits die 92. Spielminute, als SVH-Mittelfeldakteur Florian Hermann knapp vor ihrem Gehäuse im Zweikampf zu Fall kam. „Der trifft mich ganz klar“, gab Hermann nach dem Spiel zu Protokoll. Nicht alle vertraten die Meinung des 25-Jährigen, doch auch der Schiedsrichter pfiff zu Gunsten der Gastgeber und entschied auf Freistoß. Malte Neidhardt und Christian Piel berieten sich kurz und stellten sich dann auf. Neidhardt – bekannt für seine harten Schüsse – lief an, aber über den Ball hinweg. Damit foppte er die Bergedorfer Mauer so sehr, dass sie danach mehr Lücke war, als eine zusammenhängende Abwehr. Piel nutzte die Verwirrung und Auflösungserscheinung der Gäste und netzte elegant zum 2:1 ein. Der Jubel war groß, denn kurz darauf folgte der Abpfiff.

So ein Dreckssieg zeigt die Stärke und die Moral in der Mannschaft“

„So ein Dreckssieg zeigt die Stärke und die Moral in der Mannschaft“, freute sich der Torschütze. Mit einem breit besetzten Kader trat der SVH II gegen die TSG an. Sieben Spieler saßen auf der Reserve-Bank. Das gab es in Hamwarde bei der „Zweiten“ schon lange nicht mehr. Bei regnerischem Wetter dauerte es lange, bis sich die Teams gefunden hatten. Besser in der Partie waren die Bergedorfer, die ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen hatten. Doch bei rutschigem Rasen taten auch sie sich schwer. Erst in der 20. Spielminute gelang ihnen die Führung. SVH-Innenverteidiger Malte Neidhardt fällte einen Bergedorfer im eigenen Strafraum – Elfmeter. Der schlecht geschossene Elfer in die Mitte des Tores rutschte Keeper Florian Schroller noch durch die Hosenträger – Pech für den SVH. Das Team von Trainer Heiko Willers gab sich jedoch nicht auf und hielt dagegen. Folgerichtig gelang den Gastgebern der Ausgleich. Burak Akgül – kurz vorher für den verletzten Jan-Martin Bauer eingewechselt, brachte das Leder zu Stürmer Andreas Raabe. Der zögerte nicht lange und versenkte die Kugel zum 1:1 (41.). Raabe kam vor der Saison vom Düneberger SV, es ist bereits sein dritter Saisontreffer im SVH-Dress.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Die junge Bergedorfer Mannschaft aber setzte viele Akzente nach vorne, doch Schroller im Tor des SVH war immer zur Stelle. Er zeigte eine hochklassige Leistung und mehrere Glanzparaden. Schroller, der den abwanderungswilligen Pascal Ast im SVH-Gehäuse ersetzt, war einer der besten Spieler auf dem Platz. „Ohne unseren Torwart hätten wir heute sehr alt ausgesehen. Bild-Note 1“, wusste auch SVH-Kapitän Piel.

Als sich schon fast alle mit dem Remis abgefunden hatten, kam das Freistoß-Ballett Neidhardt/Piel zum Einsatz – und ließ die gut besuchte Zuschauertribüne jubeln. „Nach der Niederlage in Gülzow war es die richtige Trotzreaktion, die jeder Spieler von sich und der Mannschaft gefordert hat“, schloss Piel. Am kommenden Freitag geht’s gegen den SV Bergedorf-West (Anpfiff, 19:30 Uhr, LaFu-Arena).

 

Aufstellung SV Hamwarde II: Schroller – Willenbockel, Schliebs (ab 81. Tiedemann), Neidhardt, F. Pinnow – Bauer (ab 31. Akgül), Franz, Piel, F. Hermann, Kobs (ab 78. Heckl) – Raabe
Tore: 0:1 (20., FE), 1:1 Raabe (41.), 2:1 Piel (90.+1)
Zuschauer: ca. 60

–> Hier geht’s zur Kaderliste der 2. Herren

 

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