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„Dreckssieg“ für die Zweite – Jetzt auf Platz sechs

Hat schon drei Treffer auf seinem Konto: Andreas Raabe Foto: Piel

Die Willers-Elf gewinnt nach Rückstand noch 2:1 gegen die TSG Bergedorf

Hamwarde. Die Spieler der TSG Bergedorf konnten sich gar nicht mehr einkriegen. Auf der digitalen Anzeigetafel des SV Hamwarde lief bereits die 92. Spielminute, als SVH-Mittelfeldakteur Florian Hermann knapp vor ihrem Gehäuse im Zweikampf zu Fall kam. „Der trifft mich ganz klar“, gab Hermann nach dem Spiel zu Protokoll. Nicht alle vertraten die Meinung des 25-Jährigen, doch auch der Schiedsrichter pfiff zu Gunsten der Gastgeber und entschied auf Freistoß. Malte Neidhardt und Christian Piel berieten sich kurz und stellten sich dann auf. Neidhardt – bekannt für seine harten Schüsse – lief an, aber über den Ball hinweg. Damit foppte er die Bergedorfer Mauer so sehr, dass sie danach mehr Lücke war, als eine zusammenhängende Abwehr. Piel nutzte die Verwirrung und Auflösungserscheinung der Gäste und netzte elegant zum 2:1 ein. Der Jubel war groß, denn kurz darauf folgte der Abpfiff.

So ein Dreckssieg zeigt die Stärke und die Moral in der Mannschaft“

„So ein Dreckssieg zeigt die Stärke und die Moral in der Mannschaft“, freute sich der Torschütze. Mit einem breit besetzten Kader trat der SVH II gegen die TSG an. Sieben Spieler saßen auf der Reserve-Bank. Das gab es in Hamwarde bei der „Zweiten“ schon lange nicht mehr. Bei regnerischem Wetter dauerte es lange, bis sich die Teams gefunden hatten. Besser in der Partie waren die Bergedorfer, die ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen hatten. Doch bei rutschigem Rasen taten auch sie sich schwer. Erst in der 20. Spielminute gelang ihnen die Führung. SVH-Innenverteidiger Malte Neidhardt fällte einen Bergedorfer im eigenen Strafraum – Elfmeter. Der schlecht geschossene Elfer in die Mitte des Tores rutschte Keeper Florian Schroller noch durch die Hosenträger – Pech für den SVH. Das Team von Trainer Heiko Willers gab sich jedoch nicht auf und hielt dagegen. Folgerichtig gelang den Gastgebern der Ausgleich. Burak Akgül – kurz vorher für den verletzten Jan-Martin Bauer eingewechselt, brachte das Leder zu Stürmer Andreas Raabe. Der zögerte nicht lange und versenkte die Kugel zum 1:1 (41.). Raabe kam vor der Saison vom Düneberger SV, es ist bereits sein dritter Saisontreffer im SVH-Dress.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Die junge Bergedorfer Mannschaft aber setzte viele Akzente nach vorne, doch Schroller im Tor des SVH war immer zur Stelle. Er zeigte eine hochklassige Leistung und mehrere Glanzparaden. Schroller, der den abwanderungswilligen Pascal Ast im SVH-Gehäuse ersetzt, war einer der besten Spieler auf dem Platz. „Ohne unseren Torwart hätten wir heute sehr alt ausgesehen. Bild-Note 1“, wusste auch SVH-Kapitän Piel.

Als sich schon fast alle mit dem Remis abgefunden hatten, kam das Freistoß-Ballett Neidhardt/Piel zum Einsatz – und ließ die gut besuchte Zuschauertribüne jubeln. „Nach der Niederlage in Gülzow war es die richtige Trotzreaktion, die jeder Spieler von sich und der Mannschaft gefordert hat“, schloss Piel. Am kommenden Freitag geht’s gegen den SV Bergedorf-West (Anpfiff, 19:30 Uhr, LaFu-Arena).

 

Aufstellung SV Hamwarde II: Schroller – Willenbockel, Schliebs (ab 81. Tiedemann), Neidhardt, F. Pinnow – Bauer (ab 31. Akgül), Franz, Piel, F. Hermann, Kobs (ab 78. Heckl) – Raabe
Tore: 0:1 (20., FE), 1:1 Raabe (41.), 2:1 Piel (90.+1)
Zuschauer: ca. 60

–> Hier geht’s zur Kaderliste der 2. Herren

 

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